Kraftprotz mit Komfort und Technik

Von Sascha Valentin

14. Dezember 2023

Der neue VW Amarok macht nicht nur im Gelände eine tolle Figur. Er ist auch rundum alltagstauglich. Foto: VWN/Uli Sonntag

Ein Pick-up überzeugt in der Regel mit einem robusten Auftreten und echten Nehmerqualitäten sowohl on- als auch offroad. Dass hinter der kräftigen Optik aber auch jede Menge Komfort und Technik stecken können, beweist Volkswagen Nutzfahrzeuge mit der zweiten Generation des Amarok. Der vereint nicht weniger als 25 Assistenzsysteme unter der Motorhaube, die dem Fahrer jede Menge Arbeit abnehmen und ihn sicher durch selbst kniffelige Situationen manövrieren.

25 Assistenzsysteme helfen dem Fahrer

Mit seinen 5,35 Metern ist der Amarok 96 mm länger, als der Vorgänger. Foto: Valentin

Zwanzig davon sind sogar komplett neu an Bord – darunter etwa eine 360°-Rundum-Kamera sowie ein Umfeldbeobachtungssystem, die das Handling des Amaroks deutlich erleichtern. Denn mit seinen über 5,35 Meter Länge bietet der Pick-up seinen Fahrern freilich nicht unbedingt in jeder Situation einen guten Blick auf das, was hinter oder neben dem Fahrzeug geschieht. Da lernt man die Unterstützung solcher Helfer schnell zu schätzen. Übrigens behält ein zusätzlicher Blind-Spot-Sensor auch den Raum hinter einem möglichen Anhänger am Amarok im Auge, was die Sicherheit bei Spurwechseln auf der Autobahn noch einmal deutlich erhöht. Darüber hinaus ist VW mit der Einstellung des Spurhalteassistenten ein Kunststück gelungen, was manch anderer Hersteller in dieser Form noch vermissen lässt. Denn der Wagen pendelt nicht etwa zwischen der linken und rechten Fahrspurbegrenzung hin und her, sondern wird recht zuverlässig in der Mitte der Spur gehalten – und das sogar teilweise, wenn der rechte Streifen fehlt. Reagiert der Fahrer dabei nicht auf die optischen und akustischen Signale, wieder das Steuer zu übernehmen, bremst der Amarok bis auf 10 km/h ab und mindert so etwa im Falle einer Ohnmacht der Fahrer die Verletzungsfolgen bei einem Aufprall.

Keine Spur von Purismus im Innenraum

Zentrales Element im neuen Amarok ist das 10 Zoll (in manchen Versionen sogar 12 Zoll) große Multimedia-Display. Foto: Valentin

Auch was das sichtbare Interieur angeht, ist beim neuen Amarok keine Spur des Purismus früherer Geländewagen zu erkennen. Das macht allein der Blick auf das serienmäßig vorhandene 10 Zoll große Infotainment-Display als zentrales Cockpit-Element deutlich. Gut gelöst ist dabei die Navigation durch das Bedienmenü: Für die wichtigsten Funktionen reichen in der Regel ein bis zwei Tastenklicks aus. Dazu gehört auch die Einstellung der sechs verschiedenen Fahrmodi, die die Fahrwerkabstimmung spürbar auf unterschiedliche Fahrbahngegebenheiten anpassen. Auf diese Weise lässt sich der Allradantrieb auch ohne größere Kenntnisse dieser Technologie sicher nutzen. Apropos Allrad! In Europa und weiteren Märkten wird der Amarok serienmäßig mit VWs 4MOTION ausgeliefert. Je nach Motorversion kommen dabei sogar zwei verschiedene 4MOTION-Systeme zum Einsatz. Dadurch macht der Amarok praktisch in jedem Gelände und bei jeder Bodenbeschaffenheit eine erstaunlich gute und wendige Figur.

Fünf Motoren und Ausstatttungsvarianten

Wer will, kann seinen Amarok natürlich noch nach seinen eigenen Bedürfnissen verfeinern: Zum Beispiel mit einem Camping-Ausbau. Foto: Valentin

Und das gilt nicht nur für den großen V6-Motor mit 3 Liter Hubraum, sondern auch den kleinen 2-Liter-Vierzylinder-Diesel als Einstiegsmotorisierung. Insgesamt stehen fünf verschiedene Motoren zur Auswahl: Vier Diesel mit einer Leistung zwischen 150 und 250 PS sowie ein Benziner mit 302 PS. Wählbar sind zudem fünf verschiedene Ausstattungsvarianten, die von der Basisausstattung Amarok bis zur Edel-Version Aventura reichen. Der Einstiegspreis für den Amarok in der Basisversion liegt bei 48.100 Euro.