Opel Astra Sports Tourer und Limousine: Kompaktklasse so aktuell wie eh und je

Von Lothar Dönges

Absolut stimmig ist das Außendesign des neuen Opel Astra L. Die kompakte Limousine zeigt sich in der Seitenansicht sportlich und schick und in jedem Detail stimmig. Foto: Lothar Dönges

„Wir sind stolz auf die lange und erfolgreiche Tradition unserer Kompaktwagen“, sagt Pressesprecher Axel Seegers bei der Vorstellung der neuen Astra-Modelle im Stammwerk in Rüsselsheim. Die fünftürige Limousine ist inzwischen auf dem Markt, der „Sports Tourer“ genannte Kombi ist bestellbar und kommt im Sommer zu den Händlern. Der elektrische Astra-e rundet im nächsten Jahr das Angebot ab.

Opel und kompakte Autos – das passt seit 1936 gut zusammen. So war der Astra-Vorgänger Kadett einer der erfolgreichsten Kompaktwagen in der Geschichte des deutschen Automobilbaues. 1991 löste der inzwischen in der zwölften Generation gebaute Astra den Kadett ab. „Es gibt wohl kaum einen anderen Hersteller mit einer vergleichbaren Kompaktwagen-Erfahrung“, sagt Seegers.

Satt steht der Astra mit ansehnlichem Hinterteil auf dem Pflaster. Mit der zweifarbigen Lackierung und den breiten Astra-spezifischen Alurädern stellt der Kompaktwagen schon ordentlich was dar. Foto: Lothar Dönges
Was sich außen andeutet, setzt sich innen fort: Die Materialien sind hochwertig und fein verarbeitet, das Cockpit ist intuitiv bedienbar, die von Opel bekannten AGR-Sitze sind rückenfreundlich. Bis zu 30 Liter Stauraum bieten die Ablagen.
Foto: Lothar Dönges

Außen und innen zeitlose Formensprache

Obwohl der Neue schon angekündigt war, belegte der Astra im Opel-Ranking im zurückliegenden Jahr hinter dem Kleinwagen Corsa (50 000 Verkäufe, davon 25 Prozent E-Corsa) und vor dem kompakten Sports Utility Vehicle (SUV) Mokka den zweiten Platz. Zwei Drittel aller Astra-Käufer in Deutschland entscheiden sich für die Kombi-Version und führen unter anderem die „außen und innen zeitlose Formensprache“ als einen der Kaufgründe ins Feld. Die Zielgruppen „Familien und Singles, Dienstwagenfahrer, Flottenkunden und umweltbewusste Autofahrer“ bilden fast die gesamte Bandbreite der potenziellen Astra-Käufer ab.

Der Astra reißt ganz schön die Klappe auf, wenn auch nur in Form der Heckklappe. Der verstellbare Boden macht Platz für jede Menge Zuladung – wie auch immer geartet. Foto: Lothar Dönges

Marktanteil wurde kontinuierlich gesteigert

Und auch grundsätzlich scheint Opel mit dem angebotenen Portfolio auf einem guten Weg zu sein. So stieg der Marktanteil des hessischen Autobauers im zurückliegenden Jahr auf 6,2 Prozent. Das bedeutet ein Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr und 160 000 Zulassungen. „Wir haben damit unseren Marktanteil seit 16 Monaten kontinuierlich gesteigert“, weiß Seegers zu berichten.

In der Zukunft will die Marke mit dem Blitz im Firmenlogo „konsequent den Weg der elektrifizierten Fahrzeuge gehen“. Die Nutzfahrzeuge von Opel haben schon jetzt zu hundert Prozent Elektroantriebe, bei den Personenwagen sind es neun Modelle. Das SUV Crossland und das Flaggschiff Insignia sollen bis 2024 mit E-Motoren ausgestattet sein, und ab dem Jahr 2028 will Opel in Europa ausschließlich elektrifizierte Fahrzeuge anbieten. Aktiv bleiben wollen die Rüsselsheimer auch bei den mit Wasserstoff angetriebenen Autos. Im vergangenen Jahr wurde mit dem Großraum-Vivaro das erste Modell mit dem umweltfreundlichen System auf den Markt gebracht.

Leistungen und Preisgestaltung

Zurück zum Astra, dem aktuellsten und jüngsten Spross der Marke. Schon auf dem Markt ist der 4,37 Meter lange Fünftürer „Astra L“ mit Verbrenner-Motoren (Benziner und Diesel) mit 1,2 und 1,5 Litern Hubraum, mit 110 und 130 PS Leistungsstärke und in den Ausstattungsstufen „Astra“, „Edition“, „Elegance“, „GS Line“ und „Ultimate“ ab 22 465 Euro (Einstiegspreis wie beim Vorgänger). Mit den gleichen Motoren wird auch der 4,64 Meter lange „Sports Tourer“ ab 23 565 Euro angeboten. Die kaum Wünsche offen lassenden Top-Modelle kosten 38 680 Euro (Limousine) und 39 780 Euro (Kombi).

Genau genommen gibt’s beim jüngsten Rüsselsheimer Spross nicht die eine Schokoladenseite. Der Astra ist nicht nur einer der erfolgreichsten Kompaktwagen, sondern auch einer der „pfiffigsten“. Der Neue mit der Opel Vizor-Front reiht sich da gut ein.
Foto: Lothar Dönges

Im Verbund aus Verbrenner- und Elektromotor fährt der Astra in der Hybridversion vor. Dann haben beide Modelle eine Systemleistung aus beiden Antrieben von 180 PS und nach WLTP-Messung eine rein elektrische Reichweite von 60 Kilometern. Die Limousine startet bei 36 710 Euro, der Kombi bei 37 810 Euro. Allerdings lässt sich von diesen Preisen derzeit noch der Umweltbonus in Höhe von 7 177 Euro abziehen. Für die zweite Jahreshälfte 2022 kündigt Opel noch eine stärkere Version mit 225 PS an.

Wieder einmal ein „Wurf gelungen“

Unser Fazit nach Testfahrten mit der fünftürigen Limousine: Mit dem neuen Astra ist Opel wieder einmal „ein Wurf gelungen“, der das Zeug hat, hierzulande in der Kompaktklasse um den Spitzenplatz zu streiten. Das Auto ist optisch ein absoluter Hingucker, technisch auf Top-Niveau, hochwertig verarbeitet und (fast) für jeden Geldbeutel maßgeschneidert. Mit dem in Kürze nachgeschobenen „Sports Tourer“ haben die Rüsselsheimer zudem noch ein „fettes Pfund“ in der Hinterhand.

Der Astra Sports Tourer ist bereits bestellbar und kommt im Sommer zu den Händlern. Foto: Opel

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