Opel Manta GSe: Eine Legende kehrt zurück – und steht unter Strom

Von Hans-Georg Waldschmidt

Vermutlich 2025 soll ein komplett neuer Manta an den Start gehen, als GSe ElektroMOD. Foto: Hans-Georg Waldschmidt

Eine Ikone der Autowelt kehrt zurück: Der Opel Manta, das legendäre Modell der Rüsselsheimer Autobauer aus den 70er Jahren. Bevor vermutlich im Jahr 2025 ein komplett neuer Manta an den Start gehen soll, gibt es als Vorgeschmack ein neues Vorzeigeprojekt, das die Ingenieure und Designer jetzt vorgestellt haben: den Opel Manta GSe ElektroMOD.

Hinter der ungewöhnlichen Bezeichnung steckt ein optisch und technisch aufgepeppter Opel Manta der ersten Generation, der rein elektrisch angetrieben wird. Unter der flachen Haube des Rochens, die nun auch den neuen Opel-typischen „Vizor“ (Visier) trägt, werkelt ziemlich geräuschlos ein Elektromotor mit 147 PS (108 kW) und 255 Newtonmeter Drehmoment. Er zieht seine Kraft aus einer Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 31 kW/h, die zwischen Rücksitzbank und Kofferraum auf der angetriebenen Hinterachse plaziert ist. Nach Angaben von Opel ist damit eine Reichweite von rund 200 Kilometern realisierbar. Das Laden erfolgt über einen 9-kW-On-Board-Charger für ein- und dreiphasigen Wechselstrom, was bei Komplettladung etwa vier Stunden dauern soll.

Obwohl der E-Motor vorne sitzt, treibt der E-Manta seine Hinterräder an – so war es auch schon vor rund 50 Jahren beim Original, das vor allem bei jungen Autofahrern beliebt war und oft mit einem Fuchsschwanz an der Antenne auf sich aufmerksam machte. Der E-Motor wird über eine nostalgische Vier-Gang-Schaltung gesteuert; es gibt neben Gas und Bremse deshalb auch ein Kupplungspedal im Fußraum. Laut Opel ist der Gangwechsel während der Fahrt aber technisch nicht notwendig. Die Gänge sind vielmehr vergleichbar mit verschiedenen Fahrmodi. So lässt sich der Elektro-Manta sowohl im vierten als auch im ersten Gang anfahren, die Kraft entfaltet sich je nach Fahrstufe aber spürbar unterschiedlich.

So soll der neue, nostalgische, Manta innen aussehen. Foto: Hans-Georg Waldschmidt

Auch optisch hat sich das rund 4,20 Meter lange Nostalgie-Mobil gegenüber dem Ur-Modell, das von 1970 bis 1975 etwa 500 000 Käufer fand, erheblich verändert. Statt Kühlergrill prägt nun der Vizor das zukünftige Opel-Gesicht. Rechts und links ist die aktuelle LED-Leuchteneinheit der Rüsselsheimer verbaut. Ähnliche Veränderungen gibt es am Heck, das mit großen runden Rücklichtern strahlt. Auch der aus dem Mitteltunnel ragende nach hinten gekröpfte Schalthebel unterstreicht das nostalgische Flair des Opel Manta GSe ElektroMOD. Im Gegensatz dazu stellt das volldigitale Cockpit die Brücke zur Neuzeit dar. Immerhin soll der E-Manta bis zu 150 km/h schnell sein – viel schnelller waren die antiquierten Vorfahren auch nicht, die aus ihren Vierzylinder-Motoren 60 bis 140 PS mobilisierten.

Fazit: Der Opel Manta GSe ElektroMOD ist eine interessante Erscheinung in der neuen Welt der E-Mobilität und gewährt einen augenzwinkernden Blick zurück. Nach Opel-Informationen ist zumindest eine Kleinserie nicht ausgeschlossen, bevor 2025 der komplettt neue Manta startet.

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