Bestseller Volvo XC60 startet ins neue Modelljahr

Von Lothar Dönges

Auffrischung für den Volvo XC60: Das seit vielen Jahren erfolgreiche Premium-SUV präsentiert sich im Modelljahr 2022 intelligenter und vernetzter denn je. Mit Produktionsbeginn im Mai 2021 wird das optisch dezent überarbeitete Mittelklasse-Modell mit der neuen ADAS-Sensorplattform und dem Android-basierten Infotainment-System ausgestattet. Es integriert verschiedene Google-Dienste vollumfänglich ins Fahrzeug. Der neue Volvo XC60 startet zu Preisen ab 46 800 Euro in Verbindung mit dem 145 kW (197 PS) starken B4 Mild-Hybrid Benziner und einer Achtgang-Automatik in der Ausstattungslinie „Momentum“. Die Preisliste endet beim Allradler „T8 AWD Polestar Engineered“ mit 405 PS für 84 850 Euro.

Das SUV XC60 ist für Volvo weltweit und auch in Deutschland ein Bestseller. Die Veränderungen am Design wurden seit der Markteinführung im Jahr 2009 jeweils nur dezent vorgenommen. Vielleicht ist das das Geheimnis des Erfolgs.
Foto: Lothar Dönges

Zum neuen Modelljahr spendiert der schwedische Premium-Automobilhersteller seinem Top-Seller weitere Aufwertungen. Optisch spiegelt sich dies in dem neu gestalteten Kühlergrill und einer neuen Front- und Heckschürze wider. Kunden können darüber hinaus aus frischen Lackierungen und Raddesigns wählen.

Beste Konnektivität dank Google Infotainment

Noch deutlicher zeigen sich die Neuerungen bei den inneren Werten. Das Herzstück bildet das gemeinsam mit Google entwickelte Infotainment-System der nächsten Generation. Mit der von Smartphones und Tablets bekannten Android-Benutzeroberfläche bietet es eine besonders intuitive Bedienung. Neben Zugriff auf den Google Play Store und verschiedenen für den Fahrzeugeinsatz optimierten Apps und Diensten umfasst das Digital-Paket, das ab dem Trim-Level „Momentum Pro“ serienmäßig inbegriffen ist, eine Sprachsteuerung per Google Assistant. Ob Klimatisierung oder Musikwiedergabe, Anrufe oder Navigation: Nahezu alle Aufgaben lassen sich per Sprache erledigen, was sowohl den Komfort als auch die Sicherheit im Fahrzeug steigert. Die Routenführung erfolgt über Google Maps, das Echtzeit-Informationen berücksichtigt und so eine intelligente Navigation ermöglicht, die Gefahren und Engpässe umfährt. Kosten für die Internet-Verbindung fallen nicht an. Im Digital-Paket ist ein unbegrenztes Datenvolumen für vier Jahre enthalten.

Die Karosserieform hat sich bewährt. Für das neue Modelljahr 2022 haben die Schweden ihrem Kompakt-Vorzeigeauto einen neugestalteten Kühlergrill und eine neue Frontschürze mit auf den Weg gegeben.
Foto: Lothar Dönges

Mehr Komfort und neue Materialien im Interieur

Doch Volvo hat sich nicht allein auf das zentrale Bedienelement beschränkt. Der Volvo XC60 des Modelljahres 2022 fährt auch mit einer digitalen Instrumentenanzeige der zweiten Generation vor: Sie verbessert die Übersichtlichkeit und die Ablesbarkeit aller wichtigen Informationen hinter dem Lenkrad.

Zum Digital-Paket gehört außerdem eine induktive Ladeschale, mit der sich das Smartphone drahtlos aufladen lässt. Neue Materialien im Innenraum, darunter erstmals komplett lederfreie Optionen sowie die Textilpolsterung City Weave in Anthrazit, bieten weitere Möglichkeiten zur Personalisierung.

Das Cockpit des XC60 ist das Herzstück des Volvo. Gemeinsam mit Google entwickelten die schwedischen Ingenieure das neue Infotainmentsystem, das wir rund um Düsseldorf auf „Herz und Nieren geprüft“ haben. Foto: Lothar Dönges

Neue und skalierbare ADAS-Sensorplattform

Die Sensorplattform Advanced Driver Assistance Systems (ADAS) nutzt eine neu entwickelte Software und kombiniert Radar-, Kamera- und Ultraschallsensoren, die das Fundament für verschiedene Assistenzsysteme legen. Sie unterstützen den Fahrer im Alltag, indem sie Gefahren und Hindernisse erkennen und bei Bedarf eingreifen, um Kollisionen zu vermeiden. Die Technik bildet auch die Grundlange für den Pilot Assist, das unterstützende Fahrer-Assistenzsystem – aus dem Stand bis zur Autobahngeschwindigkeit. Die Skalierbarkeit der mit dem Volvo XC40 Recharge Pure Electric vorgestellten Sensorplattform ADAS erlaubt zudem zukünftige Erweiterungen des Funktionsumfangs.

Ohnehin schöpft der Volvo XC60 bei der Sicherheit aus dem Vollen: Neben dem automatischen Notbremssystem mit Erkennung von Fahrzeugen, Fahrradfahrern und Fußgängern inklusive Kreuzungsbremsassistent und Notbremsassistent bei Gegenverkehr, Cloud-basierten Diensten wie dem Slippery Road Alert, das vor einer rutschigen Fahrbahn warnt, verfügt das Mittelklasse-SUV erstmals über eine optimierte Einparkhilfe hinten mit automatischem Bremseingriff. Wenn sich beim Rückwärtsfahren Fußgänger oder andere Verkehrsteilnehmer nähern, wird das Fahrzeug automatisch abgebremst.

Elektrifizierte Antriebspalette

Bei den Motoren steht unverändert eine breite elektrifizierte Antriebspalette parat: Vier Otto- und drei Dieselmotorisierungen, die allesamt mit einem Mild-Hybridsystem kombiniert sind, decken ein Leistungsspektrum von 145 kW (197 PS) bis 220 kW (300 PS) ab. Die Geartronic Achtgang-Automatik überträgt die Kraft wahlweise auf die Vorderräder oder in Verbindung mit dem Allradradsystem auf alle vier Räder. Zusätzlich zu den Mild-Hybriden gibt es zwei an der Steckdose aufladbare Plug-in-Hybridvarianten und die besonders kraftvolle „Polestar Engineered“-Version.

Volvo XC60 seit vielen Jahren ein Bestseller

Satt und breit steht der überarbeitete Vovo XC60 mit seinen Brüdern vor dem Eingangsbereich des Komforthotels am Rhein. Wie die Front, so wurde auch das Heck behutsam verändert. Foto: Lothar Dönges

Der Volvo XC60 gehört seit über einem Jahrzehnt zu den am meisten verkauften SUV in seinem Segment: Seit seiner Markteinführung 2009 wurden weltweit mehr als 1,68 Millionen Fahrzeuge (Stand Ende 2020) verkauft. Allein im vergangenen Jahr entschieden sich fast 200 000 Kunden für den Volvo XC60, der damit für rund 29 Prozent des Gesamtabsatzes der Marke verantwortlich ist. In Deutschland war er mit mehr als 14 500 Zulassungen und einem Anteil von 30 Prozent ebenfalls das meistverkaufte Modell. Gemessen am Marktanteil ist der XC60 das beliebteste Premium-SUV in der europäischen Mittelklasse. Weltweit landet das Volvo-Flaggschiff unter den ersten Fünf seines Segments.

Bestens vernetzt und intuitiv bedienbar

Volvo Cars startet, so die Produktsprecher Olaf H. Meidt und Michael Schweitzer, sicher und bestens vernetzt ins neue Modelljahr: Das erstmals mit dem vollelektrischen Volvo XC40 Recharge Pure Electric eingeführte Infotainment-System auf Android-Basis kommt künftig auch in den größeren Baureihen der schwedischen Premium-Automobilmarke zum Einsatz. Mit dem Modelljahr 2022, das seit Mai 2021 produziert wird, können zunächst Fahrer des Volvo XC60 und der großen Limousinen und Kombis der 90er Familie die zahlreichen Google-Dienste im Fahrzeug nutzen. Unbegrenztes Datenvolumen für die ersten vier Jahre sichert dabei höchste Konnektivität.

Infotainment-System gemeinsam mit Google

Als erstes Unternehmen überhaupt hat die Volvo Car Group gemeinsam mit Google ein Infotainment-System auf Android-Basis entwickelt. Es definiert Infotainment und Konnektivität gänzlich neu. Verpackt in die vom Smartphone bekannte Benutzeroberfläche werden verschiedene Google-Apps und -Dienste vollumfänglich ins Fahrzeug integriert. Nachdem das Elektroauto Volvo XC40 Recharge Pure Electric als erster Volvo mit der neuen Infotainment-Generation vorfuhr, folgen nun die ersten größeren Modelle: der Volvo XC60, der Volvo S90, der Volvo V90 und dessen Allroad-Pendant Volvo V90 Cross Country. Damit Kunden in den Genuss aller Funktionen kommen, gibt es zum Neuwagen serienmäßig oder optional ein digitales Service-Paket hinzu. Es gewährt nicht nur Zugang zu Google Maps, Google Assistant und dem Google Play Store, sondern umfasst auch ein unbegrenztes Datenvolumen für die ersten vier Jahre nach Neuzulassung. Auch die Kombination mit „Volvo on Call“ sowie ein induktives Smartphone-Ladesystem sind inbegriffen.

Die Hände am Lenkrad und die Augen auf der Straße

Mit Google Assistant lassen sich per Stimm- und Sprachbefehl unter anderem die Temperatur regeln, Navigationsziele festlegen, Musik und Podcasts abspielen sowie Nachrichten senden. Die Hände können dabei am Lenkrad und die Augen auf der Straße bleiben. Google Maps übernimmt derweil die Navigation und garantiert mit tagesaktuellem Kartenmaterial sowie Echtzeit-Verkehrsinformationen eine sichere und zügige Fahrt. Wer in einem an der Steckdose aufladbaren Volvo Recharge Modell mit Plug-in-Hybridantrieb unterwegs ist, bekommt außerdem Ladestationen entlang der Fahrtroute angezeigt. Über den Google Play Store erhalten Kunden darüber hinaus Zugriff auf zahlreiche weitere, ebenfalls für den automobilen Einsatz optimierte Apps – beispielsweise zur Musikwiedergabe oder für Nachrichten.

Verbesserte Sicherheit dank neuer Plattform

Neben dem Infotainment-System auf Android-Basis übernehmen der Volvo XC60 und die drei 90er Modelle auch die sensorbasierte Sicherheitsplattform Advanced Driver Assistance System (ADAS). Die Technik kombiniert verschiedene Radar-, Kamera- und Ultraschallsensoren. Sie bilden die Basis für weitere Fahrer-Assistenten und knüpfen so ein engmaschiges Sicherheitsnetz.

Online-Vertrieb der Elektroautos

Mit dem Modelljahreswechsel 2022 stellt Volvo auch auf den digitalen Direktvertrieb für seine Elektroautos um. Zudem hat das Unternehmen bekanntgegeben, dass es bis zum Jahr 2030 zum reinen Elektroautohersteller werden will. Im Rahmen dieser Strategie werden alle Elektroautos ausschließlich online zum Komplettpaket angeboten. Das Unternehmen investiert hierfür stark in seine Online-Vertriebskanäle und konzentriert sich darauf, Premium-Elektroautos auf bequeme und einfache Weise anzubieten.

Der vollelektrische Volvo XC40 Recharge Pure Electric und der neue, ab Herbst folgende Volvo C40 Recharge werden in Deutschland unter https://www.volvocars.com/de/care-by-volvo/angeboten. Die Online-Plattform „Care by Volvo“ bietet einen vereinfachten Kaufprozess, transparente Preise und eine große Auswahl an vorkonfigurierten Elektroautos, was die Lieferzeiten verkürzen soll.

Hinter die weit aufschwingende Heckklappe des Volvo XC60 passt schon ordentlich Gepäck, und auch die Ladekante des Schweden-SUVs ist nicht zu hoch angesetzt. Bei umgelegten Rücksitzen entsteht eine noch größere und vor allem ebene Ladefläche. Foto: Lothar Dönges

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