Neuer Kia Stinger: Der Stachel sitzt noch tiefer

Von Hans-Georg Waldschmidt

Kia setzt in Zukunft auf Elektromobilität – hält aber auch dem guten alter Verbrennungsmotor die Stange: Und wie – das neue fünfsitzige Sport-Coupé Stinger GT (auf deutsch: Stachel) lässt die Herzen aller sportlich orientierten Autofans höher schlagen: 366 PS, Allradantrieb und die derzeit beste Schadstoffklasse Euro 6d sind angesagt. Der Preis: 57 900 Euro.

Der Stinger ist eine Sportlimousine in Gran-Tourismus-Tradion mit heckbetontem intelligenten Allradantrieb.
Foto: Hans-Georg Waldschmidt

Mit dieser äußerst schick gestylten Sportlimousine unterstreicht der südkoreanische Autobauer seine Kompetenz in Sachen Hochwertigkeit und Sportlichkeit. Der Stinger ist zwar nicht das meistverkaufte Modell der erfolgreichen Marke, aber ihr unumstrittenes Aushängeschild, das nach dem technischen und optischen Eindruck bei ersten Testfahrten in der Eifel überzeugte.

Der Stinger ist eine Sportlimousine in Gran-Tourismo-Tradition mit heckbetontem intelligenten Allradantrieb, der von einem leistungsstarken V6-Turbobenziner auf Trab gebracht wird. Das Facelift des 2017 erstmals präsentierten Viertürers umfasst leichte optische Retuschen an Front und Heck, wobei besonders die LED-Leuchten mit dem durchgehenden Band am Heck neuenen Charme und mehr Licht verheißen.

Das Fahrzeug ist 4,83 Meter lang und weist einen Radstand von 2,91 Meter auf. Herzstück des Stinger ist der 3,3 Liter große V6-Motor mit 366 PS und einem maximalen Drehmoment von 510 Newtonmetern (Nm), das über eine achtstufige Wandler-Automatik an beide Achsen geliefert wird, wobei fünf Fahrmodi von „Eco“ bis „Sport plus“ gewählt werden können. Derart gerüstet ist der immerhin fast zwei Tonnen schwere „Stachel“ in 5,4 Sekunden auf Tempo 100. Und wer eine Rennstrecke zur Verfügung hat, kann auch mal die Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h anpeilen. Dabei soll sich der Verbrauch in erträglichen Grenzen halten, sagt Kia und gibt den Durchschnittsdurst des eleganten Vehikels mit 10,9 Liter (CO2-Ausstoß 247 g/km) an. Das adaptive Fahrwerk ist der Leistung angemessen: McPherson-Federbeine vorn, Mehrlenkerachse hinten, variable Lenkübersetzung. Bei schnellen Runden auf dem Flugplatz Mendig zeigte der Singer sein Können, wobei der hecklastige Allradantrieb seine Vorteile eindrucksvoll ausspielen konnte. So schick die coupéhafte Silhouette auch aussieht, im Innern geht es zumindest auf den hinteren Plätzen doch recht eng zu; dafür überzeugt die Qualität der Materialien mit dem Schwerpunkt auf Veloursstoffen, Leder und Softplastik.

Ausstattung und Leistung überzeugen

Die Ausstattung der 57 900 Euro kostenden Performance-Limousine ist nahezu komplett; die Aufpreisliste ist kurz. Immer an Bord sind diverse Sicherheitssysteme wie der Frontkollisionswarner mit Abbiegefunktion, der aktive Spurhalteassistent

oder die navigationsbasierte adaptive Geschwindigkeitsregelanlage. Auch an luxuriösen Details und Infotainment fehlt es nicht: Harman-Kardon-Soundsystem mit 15 Lautsprechern, 26-Zoll-Bildschirm, Sitzheizung vorn und hinten, Head-Up-Display, Rundumsicht-Kamera, Smartphone-Ladestation und vieles mehr. Außen fallen vor allem die 19-Zoll-Alufelgen und die roten Brembo-Bremssättel auf. Wichtig für den Betrieb in der täglichen Nutzung: Das Gepäckraumvolumen beträgt zwischen 406 und 1114 Liter.

Fazit: Der Kia Stinger GT ist eine außergewöhnlich sportliche Limousine mit schicker Coupé-Optik, die durch hochwertige Technik, attraktive Fahrleistungen und komplette Ausstattung überzeugt. Dazu kommt die beispielhafte Kia-7-Jahre-Garantie.

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